Die Partner-Investmentgesellschaft: Die Eigenfinanzierung by Hermann Josef Persé

By Hermann Josef Persé

In der vorliegenden Untersuchung werden die Ergebnisse einer Forschungs­ arbeit veröffentlicht, deren Ziel warfare, absolutes Neuland zu erschließen. Wieder­ holt bin ich von beachtlicher Seite der Unternehmerschaft, wie auch von besten Kennern der Handelskammern, so Herrn Dr. Waldemar Ringleb, aufgefordert worden, doch Forschungsarbeiten in Gang zu setzen, die zwar nicht unbedingt konkreten Nutzen versprechen, deren Durchführung aber nötig ist, damit für den Fall des Bedarfs wissenschaftlich das fabric vorbereitet ist, welches von der Praxis aus nicht erstellt werden kann. Ich habe solchen Ratschlägen um so lieber Folge geleistet, als mir eine derartige prospektierende Tätigkeit selbst liegt, so daß ich vielleicht eine Empfindung dafür habe, mir jüngere Mitarbeiter heranzuholen, die ähnliche Neigungen aufweisen. Es drehte sich einmal darum, gewisse Einseitigkeiten unserer Börsenentwicklung auf lange Sicht zu korri­ gieren, dann darum, die beträchtlichen Benachteiligungen der mittleren und kleineren Gewerbebetriebe in der Kapital-und Kreditversorgung einer besse­ ren Lösung entgegenzuführen, weiter eine größere Vielfalt von zweckmäßigen Kapitalanlagen anzubieten und schließlich der uns in unserem Lande auf lange Frist drohenden Überbetonung des langfristigen Kredits gerade bei den Ge­ schäftsbanken zu entgehen, die uns, wenn sie sich durchsetzen sollte, langfristig vor ernste Liquiditätsfragen stellen würde, weil guy mit kurzfristigen Ein­ lagen schwer Dauerkredite geben kann. Die Lösung muß additionally darin gesehen werden, daß gewisse Teile der Bankeinlagen lieber direkt in Industriekredite überführt werden, und zwar unter Anbringung einer zweckmäßigen Risiko­ verteilung, d. h. von Sicherungsmaßnahmen, so daß zumindest eine Verlang­ samung des Prozesses der Verlängerung der Bankbilanzen eintreten könnte.

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Strategische Auslagerungsplanung: Ein entscheidungstheoretischer Ansatz zur Optimierung der Wertschöpfungstiefe

Die Reduzierung der Wertschöpfungstiefe durch Auslagerung an Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen wird von vielen Unternehmen als wesentliche Strategie zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit angesehen. Entscheidungen über die Wertschöpfungstiefe werden in der betriebswirtschaftlichen Theorie und in der unternehmerischen Praxis überwiegend unter kurzfristigen Gesichtspunkten mit Hilfe von Kostenvergleichsrechnungen behandelt, used to be aufgrund der umfangreichen Planungs- und Entscheidungsinhalte und der strategischen Bedeutung nicht ausreicht.

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1950, S. 677. Die Grundlagen 39 Nun steht zwar der Investmentgesellschaft das Recht zu, von den übrigen Gesellschaftern oder der Gesellschaft Ersatz dieser Aufwendungen zu verlangen 28), zweifelhaft erscheint jedoch, ob dieses Bestreben Erfolg hat, da in der Regel mit dem Konkurs der Offenen Handelsgesellschaft gleichzeitig auch der Zusammenbruch des Vermögens der übrigen Gesellschafter verbunden sein wird. Dies bedeutet, daß die Investmentgesellschaft im Falle des finanziellen Zusammenbruches eines Unternehmens, an dem sie beteiligt ist, zum Hauptträger des Verlustes wird und aller Voraussicht nach damit rechnen muß, außer dem Wert der Beteiligung auch noch weitere Vermögenswerte des Fonds zu verlieren 29).

Voraussetzung für die Beteiligung der Kapitalanlagegesellschaft als stiller Gesellschafter ist daher die Vereinbarung mit dem Unternehmer, daß die Einlage der Investmentgesellschaft in sein Vermögen übergeht. Die Einlage " ... wird mit ihrer Leistung Bestandteil des einheitlichen Vermögens des Geschäftsinhabers und teilt die rechtlichen Schicksale dieses Vermögens, unterliegt also auch der Zwangsvollstreckung der Gläubiger, auch der Privatgläubiger des Geschäftsinhabers" 76). ") Gessler, a. a. , S.

Der Kommanditist ist auf kürzere Sicht eingestellt. Der haftende Gesellschafter w11l AnIagenverbesserung, möglichst zu Lasten eines Unkostenkontos, der Kommanditist ist mehr für Abmelkwirtschaft" (S. 122). Diese Argumentation vermag jedoch keineswegs zu überzeugen: 1. Eine Beteiligung als Kommanditist stellt keine Liquiditäts-, sondern eine Kapitalanlage dar. Das bedeutet aber, daß stets mit einer Anlage auf längere Sicht gerechnet wird. 2. Warum sollen diese Differenzen gerade bei der Kommanditgesellschaft auftreten?

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